Bahnhof als Verkehrszentrum

Auf Initiative der Bernauer GRÜNEN fand mit mehreren Parteien-Vertretern und einigen Bürgern eine Dorf-Begehung zum Thema Verkehr statt. Am Treffpunkt Bahnhof entzündete sich bereits eine lebhafte Diskussion, wie man diesen Bahnhof für die Nutzer attraktiver machen und in ein Tourismus-Konzept einbinden könnte.

So forderte Gregor Thalhammer (CSU), endlich eine weitreichende Barrierefreiheit herzustellen, sei es am Bahnsteig oder an der viel zu steilen Rampe zur Unterführung. Hier konnte Fraktionssprecher Sepp Genghammer (GRÜNE) auf entsprechende, bisher nicht realisierte Anträge seiner Fraktion verweisen. Er verwies außerdem auf bereits bestehende Planungen zur Verbesserung der Rampe, die bisher wegen Einwänden der Bahn nicht realisiert werden konnten. Jedenfalls gäbe es genügend Fördermittel, mit denen die Gemeinde da etwas bewegen könnte.

Mit seiner Forderung, daß die Tourist-Info am besten im Bahnhof aufgehoben wäre, rannte Sascha Klein, Bürgermeisterkandidat der WMG, bei seinen Begleitern offen Türen ein. So forderte sein Konkurrent für das Amt, Severin Ohlert von den GRÜNEN, daß der Bahnhof als Verkehrszentrum und Knotenpunkt für Bernau ausgebaut werden müsse, sodaß Touristen und Einheimische mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen können. Sie müßten dann auch im Ort zu ihrem Ziel kommen, ohne ein Kraftfahzeug zu benötigen. Dazu wären neben entsprechenden Ansprechpartnern im Bahnhof und gutem Bustakt auch verbesserte Einrichtungen für Radfahrer und die Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen, notwendig.

Denn sowohl Einheimische als auch Touristen leiden unter dem Kfz-Verkehr in Bernau, das stellte sich im weiteren Verlauf der Begehung heraus. Man war sich einig, daß die Chiemseestraße unbedingt zu einer „Flaniermeile“ mit entsprechender Verkehrsberuhigung ausgebaut werden muß, damit endlich die leerstehenden Geschäfte dort wieder attraktiv werden und Betreiber finden. Ferdinand Hinke verwies auf die nun verfügbare Städtebau-Förderung, mit der dann solche Wünsche realisiert werden könnten. Heribert Burdick schlug vor, auch den Kirchplatz und die Prienerstraße mit einzubeziehen. Das wäre problemlos möglich, wenn die Bundesstraße künftig von der Autobahn-Ausfahrt Grabenstätt nach Marquartstein führen würde, durch fast unbesiedeltes Gebiet. Dann könnten die Bernauer ihr gewachsenes Ortszentrum wieder ohne Beeinträchtigung und Lärm gestalten und beleben. Da müssen man nur massiv dranbleiben.

Verwandte Artikel