Sepp Genghammer

Der Verfasser

Verkehrsberuhigung B305

Bundesstraße beruhigen!

In der November-Sitzung der Bernauer GRÜNEN konnte Fraktionssprecher Sepp Genghammer berichten, daß nun die Anträge der Fraktion zur Beruhigung der B 305 eingebracht sind. Die kürzlichen Beschlüsse des Gemeinderates zur Verbesserung der dortigen Übergangs-Situation (Fußgänger-Ampeln, zusätzliche Querungshilfen) seien zwar unterstützenswert, jedoch fehle zunächst ein langfristig und von Grund auf geplantes Konzept für die gesamte Ortsdurchfahrt, das dann gegenüber der Straßenverwaltung durchgesetzt werden müsse.

Zusätzliche Maßnahmen erforderlich

Die B 305 würde durch die zusätzlichen Überwege zwar etwas abgebremst, aber sie zerschneide dann Bernau immer noch aufgrund der hohen Verkehrsdichte. Nur wenn der Durchgangsverkehr richtig „abgewürgt“ werde, hätten die Bernauer hier eine echte Chance. Dazu könnten unter Umständen zwei Mini-Kreisel (Idee: Günter Obermaier) mit begleitenden Zebrastreifen und Tempo 30 ebenso beitragen wie eine wirklich konsequente Umbeschilderung auf der Autobahn für alle Ziele außer Rottau, dessen Einwohner das sicher auch begrüßen würden. Ein LKW-Verbot (außer für Anlieger incl. Rottau) könnte noch weiter zur Beruhigung beitragen und erst recht den Verkehrslärm beträchtlich vermindern. Schließlich wäre der Weg über die Autobahn-Ausfahrt Grabenstätt nur wenig länger und führe durch kaum bewohntes Gebiet.

Die Forderung nach einer Verlagerung der Bundesstraße über Grabenstätt bei gleichzeitiger Herabstufung der Rottauerstraße zur Ortsverbindungsstraße könnte diese Absichten rechtlich realisierbar machen. Außerdem würden mit diesem Gesamtpaket dann auch die „Navis“ langfristig lernen, dass Bernau besser nicht durchfahren wird.

Hausgemachte Lösungen greifen zu kurz

Diese Ideen der GRÜNEN seien genau wie die Überlegungen zu den Querungen dem gesunden Menschenverstand von Bernauer Bürgern entsprungen, so Genghammer. Letztendlich bräuchte man aber wirklich fachkundigen Rat bei einem solchen Projekt: Ein echter Verkehrsplaner müsste alle diese Ideen beurteilen und die Gemeinde planerisch und rechtlich beraten, wie sie an die Sache am besten herangeht. Sicherlich ginge das auch nicht von heute auf morgen, aber die Zielsetzung muss stimmen.

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